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BUS2BUS Daily 2017

Mittwoch, 26.04.2017

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Eindrücke der BUS2BUS 2017 im Video

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Die Bus-Branche – eine reine Männerdomäne?

Frauen an der Spitze von Bus-Unternehmen sind immer noch selten. Im Rahmen des Future Forums sprach Hanna Scherkamp (rechts), Redakteurin von Gründerszene, mit Carolin Grötzinger (links) vom Omnibus- und Containerdienst Grötzinger GmbH über das Thema Chancengleichheit und Rollenwandel in der Bus-Branche. Carolin Grötzinger wird in zwei Jahren den elterlichen Betrieb übernehmen und ist dort momentan Assistentin der Geschäftsführung. Sie kennt die Herausforderungen aus eigener Erfahrung: Angestellte, die sich von einer Frau nichts sagen lassen wollen, familienunfreundliche Arbeitszeiten oder ständige Erreichbarkeit schrecken viele Frauen ab, in einem Bus-Betrieb zu arbeiten. Wenn sie ein Bus-Unternehmen leiten, haben sie die Firma meist von ihren Eltern übernommen. Als hilfreich empfindet Carolin Grötzinger den Austausch mit anderen Unternehmerinnen im Frauennetzwerk des Bundesverbands Deutscher Omnibusunternehmer e.V. (bdo). Sie betont: „Frauen waren schon immer wichtig in den deutschen Busunternehmen, aber erst in den letzten Jahren sind sie in den Vordergrund getreten und übernehmen zunehmend auch Führungsaufgaben.“ Mit flexiblen Arbeitszeitmodellen kommt Carolin Grötzinger ihren Angestellten entgegen – und hat damit Erfolg: Ihr Familienunternehmen beschäftigt rund 35 bis 40 Prozent Frauen und damit mehr als der Durchschnitt.
Trotz aller Herausforderungen schätzt Carolin Grötzinger die Vielseitigkeit ihres Jobs und sieht gute Chancen für Frauen. Sie sagt: „Wenn eine Frau erst einmal Fuß gefasst hat, hat sie es vielleicht sogar einfacher, weil sie zum Beispiel im Gespräch mit Kunden einen anderen Schwung mitbringt und neue Impulse setzt.“

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Was hat Busfahren mit Raumfahrt zu tun?

Diese Frage beantwortete Frank Salzgeber, Leiter Technology Transfer der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA), im Rahmen des Future Forums auf der BUS2BUS. Salzgebers Aufgabe innerhalb der ESA ist das „Recycling“ von Erkenntnissen aus der Raumfahrt für neue Technologien auf der Erde. „Um mit dem Bus von A nach B zu fahren, muss ich erstmal wissen: Wo ist A und wo ist B? Navigation ist immer noch Raumfahrt“, erklärte er. Gerade für das autonome Fahren ist das Raumfahrtsignal als Backup wichtig, vor allem in ländlichen Gegenden, wo das Telefonsignal nur unzuverlässig funktioniert. Auch Kartensysteme werden mit Hilfe der Raumfahrt erstellt. „Die Raumfahrt ist sozusagen das Rückgrat der gesamten neuen Mobilitätstechnologien“, sagte er.
Im Jahr unterstützt die ESA 140 neue Startups mit ihrem Knowhow. „Dort sehen wir die größten Innovationen“, sagt Frank Salzgeber. Er empfiehlt daher großen Unternehmen, partnerschaftlich mit jungen Gründern zusammenzuarbeiten, ohne gleich an eine Übernahme zu denken. Für beide sei das eine Win-Win-Situation, denn die Startups profitieren von den gewachsenen Strukturen der Großunternehmen und dem Vertrauen, das sie in der Branche genießen. Umgekehrt bekommen Großunternehmen frische Ideen und den Zugang zu neuen Technologien.
Gerade für den Transport in Großstädten werden Busse nach der Ansicht von Frank Salzgeber immer ihre Berechtigung haben. Er ist der Ansicht: „Autonomes Fahren wird sie nicht ersetzen, höchstens ergänzen.“

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Aussteller-News

BUS2BUS

Deutsche Bahn: Startup-Spirit im Großkonzern

So mancher Messebesucher mag sich verwundert die Augen gerieben haben, als er die Deutsche Bahn in der Startup-Area der BUS2BUS entdeckte. In Milliardenkonzern und dazu noch harter Konkurrent vieler Fernbusunternehmen stellt neben kleinen IT-Unternehmen aus? Was wie ein Widerspruch in sich klingt, ist gar keiner, findet Martin Patri, Business Development Manager Bereich Autonomes Fahren Straße bei der Deutschen Bahn. Er sagt: „Unsere Arbeitsweise entspricht der eines Startups, vor allem was die Herangehensweise und Geschwindigkeit angeht.“ In seinem Team arbeiten nicht nur Angestellte der Deutschen Bahn, sondern auch Vertreter von Startups zum Thema autonomes Fahren. Dafür kooperieren sie mit verschiedenen Herstellern von autonom fahrenden Bussen, die in verschiedenen Pilotprojekten bereits unterwegs sind. Ihr Peoplemover fährt während der BUS2BUS auch auf dem Messegelände. Im bayerischen Bad Birnbach wird in diesem Jahr auch ein komplett autonom fahrendes Fahrzeug eingesetzt. Als Konkurrenz zur Busbranche sieht sich die Deutsche Bahn nicht. Martin Patri sagt: „Wir kennen den deutschen Mobilitätsmarkt sehr gut und haben eine gewisse Verantwortung.“ Die Aufgabe des Unternehmens sieht er darin, Services zur Verfügung zu stellen und als Partner der Branche zu fungieren.

Deutsche Bahn, Halle 21/ 320
Ansprechpartner: Martin Patri, martin.patri@deutschebahn.de

BUS2BUS

Hotsplots & Bosch: Digital Zeitung lesen und Filme schauen

In vielen Bussen ist das mobile Surfen bereits Realität: Auf Nah- oder Fernstrecken bieten sie ihren Kunden kostenloses WLAN an und tragen damit dem Trend zur Digitalisierung Rechnung. Auf der BUS2BUS stellt der Berliner WLAN-Provider Hotsplots jetzt zusammen mit Bosch Car Multimedia neue Funktionen des Coach MediaRouters vor. Die Fahrgäste können ihre Endgeräte mit dem besonders leistungsstarken Router verbinden und darüber nicht nur im Internet surfen, sondern auch auf digitale Zeitungen und Zeitschriften zugreifen oder Fernsehsendungen schauen. Per Telemetrie können die Nutzer den Standort des Fahrzeugs bestimmen. So wird die Busfahrt garantiert nicht langweilig.
Karsten Micke, Head of International Sales bei der hotsplots GmbH, sagt: „Die BUS2BUS bietet HOTSPLOTS eine interessante Gelegenheit, gemeinsam mit Bosch aufzuzeigen, welche Zukunftschancen sich durch unsere technologische Kooperation Busherstellern und Busbetreibern bieten. Durch unser Angebot können sie auf einfache und kostengünstige Weise für eine deutliche Verbesserung des Reiseerlebnisses für Fahrgäste sorgen."

Hotsplots und Bosch, Halle 21/ 332
Ansprechpartner: Manfred Großert, Peter Link, Rainer Nick, united communications GmbH, Tel.: +49 30 78 90 76 – 0, hotsplots@united.de

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Hankook: Neue Busse, neue Reifen

Nah am Bordstein parken, Fahrgäste einsteigen lassen und dann schnell wieder einfädeln in den fließenden Verkehr: So sieht der Alltag eines Busfahrer im Nahverkehr aus. Klar, dass darunter die Reifen leiden. „Besonders die Seitenwand ist ein Kollisionsfaktor“, sagt Holger Guse, Sales Manager LKW bei dem Reifenhersteller Hankook. „Deshalb ist er bei unseren neuen Modellen, die wir auf der BUS2BUS vorstellen, auch besonders verstärkt.“
Durch das autonome Fahren wird sich der Abrieb voraussichtlich verringern, da das autonome Fahrzeug ruhiger und gleichmäßiger gelenkt wird als durch Menschenhand, vermutet Manfred Zoni, Sales Director Truck bei Hankook. Dennoch bringen die rasanten Veränderungen viele Herausforderungen mit sich, die die Innovationskraft der Reifenbranche fordert. So verändern die alternativen Antriebsmöglichkeiten die Anforderungen an Reifen. Elektrobusse sind zum Beispiel schwerer als herkömmliche Dieselfahrzeuge. Insofern müssen die Traglast des Reifens, seine Traktion und die Ableitung der statischen Aufladung angepasst werden. Viele Hersteller, auch Hankook, arbeiten außerdem an mit Sensoren ausgestatteten „Cyber Tires“, die Informationen über Laufleistungen, Luftdruck und Hitzeentwicklung an den Fahrer weitergeben.

Hankook, Halle 21, 412
Ansprechpartnerin: Anna Magdalena Pasternak, Tel.: +40 151 65641014, a.pasternak@hankookreifen.de

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Busitalia Fast: Neue Buslinie für Italien

Die staatliche italienische Zuggesellschaft Ferrovie dello Stato Italiane baut mit einer neuen Busgesellschaft ihr Mobilitätsangebot aus. Busitalia Fast wird ab Sommer 90 Städte in 15 italienischen Regionen miteinander verbinden. Aber auch international ist die 60 Busse umfassende Flotte unterwegs: In Deutschland wird sie Frankfurt und München ansteuern, und auch in Frankreich und Spanien sind Ziele geplant.
Ferrovie dello Stato Italiane hat sich einen erfahrenen Partner für sein neue Fernbusgeschäft gesucht: Die aus Kalabrien stammende Firma Simet bietet seit 1946 Fernbusfahrten an. Sie hält 51 Prozent der Anteile von Busitalia Fast.
Besucher der BUS2BUS konnten die auf dem Außengelände der BUS2BUS von den komfortablen Fahrzeugen von Busitalia Fast überzeugen. Sie verfügen über Klimaanlage, WLAN, USB-Anschlüsse, verstellbare Rückenlehnen und vie Beinfreiheit.
Bereits seit 2011 ist die Gruppe FS Italiane im Busgeschäft aktiv. Busitalia-Sita Nord beschäftigt 4.000 Mitarbeiter und ist vor allem im öffentlichen Personennahverkehr in verschiedenen italienischen Regionen aktiv.

Bus Italia Fast, Halle 21/ 416
Ansprechpartner: Luigi Salvatore Veronesi, Tel.: +39 3896408415

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Impressum

Susanne Tschenisch
PR Manager BUS2BUS
T: 030-3038 2295
M: tschenisch@messe-berlin.de

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